#12 Alles verloren und wieder zurückgeholt
Shownotes
Was bedeutet Luxus, wenn man alles Überflüssige weglässt? Gemeinsam mit Gastgeberin Teresa Outhwaite spricht sie über das Weitertragen von Familiengeschichte, nachhaltige Nutzung von Ressourcen und die bewusste Entscheidung für Reduktion. Ergänzend erklärt Forstexperte Hubert Hasenauer, warum langfristiges Denken in der Waldwirtschaft essenziell ist – und was wir alle davon lernen können.
In dieser Folge erfahrt ihr:
- Wie aus historischen Hammerwerken ein Rückzugsort mit stilvollen Ferienapartments wurde – und warum der Wald hier nicht Kulisse, sondern Grundlage ist.
- Teresa Outhwaite über Enteignung, Rückkehr und den Auftrag, ein Erbe nicht nur zu bewahren, sondern weiterzuentwickeln.
- Forstwissenschaftler Hubert Hasenauer über nachhaltige Waldwirtschaft, Klimawandel und warum heutige Entscheidungen erst in Generationen wirken.
- Warum wahre Qualität im Detail steckt – und wie Gestaltung, Naturmaterialien und Raumgefühl zusammenwirken.
- Zeit, Ruhe und Platz als Gegenentwurf zur Hektik – und warum „nichts tun“ hier zur eigentlichen Erfahrung wird.
Selected Secrets – Tipps aus der Region:
Interviewpartner:innen:
Teresa Outhwaite (Eigentümerin)
Hubert Hasenauer (Forstexperte)
Credits
- Produktionsleitung: Jeanne Drach
- Konzeption: Jeanne Drach, Anna Muhr, Christiana Naue-Hess, Daniela Mayr, Andrea Leppich
- Redaktion und Text: Anna Muhr, Christl Clear
- Gesprochen von: Christl Clear
- Signation / Musik: Marten Kaffke
- Postproduktion: Catharina Ballan, Anna Muhr
Dieser Podcast wurde produziert von OH WOW.
Transkript anzeigen
00:00:00: Der Wald ist das Um-und-Auf in dem Forst-Kinberg.
00:00:04: Es ist eigentlich alles, was du brauchst im Wald und wir bewirtschaften den Wald.
00:00:11: Wir versuchen so nachhaltig wie möglich zu sein.
00:00:15: Der Wald bleibt!
00:00:16: Der Mensch kommt und geht aber der Wald wird immer bleiben und man muss ihn hüten und pflegen.
00:00:26: Und das ganz Typische für uns Forstleute ist, dass es uns völlig klar ist, was wir heute machen sozusagen in unserem Berufsleben unsere Enkelkinder davon vielleicht an den Nutzen haben werden.
00:00:36: Die Reduktion ist eigentlich das, was der wirkliche Luxus ist.
00:00:40: Für mich ist Luxus Zeit zu haben nichts zu tun Platz zu haben nicht zu tun Einfach in einer Wiese liegen und den Vögeln oder den rauschänden Wasser zuzuhören.
00:00:52: Ich glaube ich stehe im Wald.
00:00:55: Nein Schmassbasseite!
00:00:56: Ich steh wirklich im Wald.
00:00:57: Es duftet nach Moos und Erde, ein leises Knacken unter den Sohlen und ich höre nur das sanfte Rauschen von Blättern im Wind.
00:01:05: Man spürt das hier irgendwie sofort – dieser Ort wird nicht mehr genutzt!
00:01:09: Er wird bewahrt und verstanden….
00:01:14: Und da wollen wir heute genauer hinhören und verstehen….
00:01:17: Im wunderschönen Mostviertel.
00:01:24: Urlaubsgeschichten zum Bleiben.
00:01:32: Ein Podcast von Niederösterreich Tourismus.
00:01:40: Ich bin Crystal Clear, Autorin Influencerin-Podcasterin Und ich bin, wenn wir schon beim Wald sind, tief verwurzelt in Wien.
00:01:48: Aber für diesen Podcast lasse sich die Stadt hinter mir und entdecke Niederösterreich immer wieder neu – mit offenen Augen gespitzen Ohren und einer großen Portion Neugier!
00:01:59: Ich lass mich verzaubern von idyllischen Landschaften und Menschen, die ihre Kultur mit Leidenschaft leben.
00:02:05: Ich nehme euch zu den Selected Stays, außergewöhnlichen Unterkünften, die Geschichte erzählen, Charakter zeigen und Herzlichkeit spürbar machen.
00:02:14: Das ist?
00:02:15: Urlaubsgeschichten zum Bleiben.
00:02:17: Schön, dass ihr dabei seid!
00:02:19: Heute die Ferienapartments Faust-Kinberg im Mostviertel.
00:02:23: Beim Faust Kinberg ist der Name Programm Wald, Wiesen und viel Grün.
00:02:28: Ich merke gleich wie mein Nervensystem schon nach ein paar Minuten runterfährt.
00:02:32: Herrlich ist das Und es ist so schön, dass fast ein bisschen kitschig ist.
00:02:37: Ein Teich mitten im Grünen Ein paar Bäume und Sträucher strecken sich ins Wasser Wie in so einem Waldmärchen.
00:02:44: Ich warte eigentlich nur noch darauf, dass irgendwo eine Fee hinterm Baum sitzt.
00:02:47: Aber was anderes geflügeltes schwimmt daher?
00:02:50: Ein Schwarm!
00:02:51: Und ich denke mir...ja genau so darf sich Einkommen anfühlen.
00:02:59: Jedes Mal, egal wie oft ich hier gehe ist für mich der Blick einfach magisch.
00:03:11: Das ist Theresa Offwald die Eigentümerin von Forst-Kinberg das mitten in den Ypstaler Alpen liegt im Kinberg bei Garmin.
00:03:18: Also wenn man hier über das Gelände geht dann sieht man Das ist nicht einfach irgendein alter Hof oder so.
00:03:25: Die gesamte Anlage besteht nämlich aus zwei sogenannten Weghemmern und da muss ich kurz einhaken.
00:03:30: Weghammer klingt erst mal ein bisschen sperrig, oder?
00:03:34: Aber eigentlich ist es ziemlich faszinierend!
00:03:36: Das waren nämlich große wasserbetriebene Hammerwerke also richtige Produktionsstätten womit der Kraft von Wasser Eisen bearbeitet wurde.
00:03:45: Viele Jahre später kommt dann Theresa Offweit ins Spiel sieht diesen besonderen Ort quasi aus dem Dornröschen Schlaf geholt.
00:03:52: Mit viel Gespür und einem langen Atem wurden die alten Gebäude der Hammerwerke sorgfältig saniert und renoviert, und so Stück für Stück wieder zum Leben erweckt.
00:04:02: Auf dem weitläufigen Areal sind nur zwei Apartment-Häusern mit luxuriösen Ferienwohnungen – mit freiem Blick ins Grüne und ganz nah am Wald!
00:04:10: Und im Wald wird Forstwirtschaft betrieben.
00:04:12: Es ist ein Ort an dem gelebt, gearbeitet und weitergedacht wird…und das spürt man auch.
00:04:18: Denn nicht nur die Landschaft macht diesen Platz so besonders, es steckt auch eine bewegte Familiengeschichte dahinter.
00:04:28: Also Forst Kinberg hat meiner Tante und meinem Onkel gehört.
00:04:32: Das Interessante an der Familiengeschichte ist, Forst Kinnberg liegt schon seit Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts in der Familie.
00:04:43: Wurde die Familie dann vortrieben und ist nach Englern ausgewandert.
00:04:47: Die Firma, die Sie hier hatten, das ganze Besitz wurde enteignet und von den Nazis übernommen.
00:04:55: Und dann später von den Russen in der Besatzungszeit.
00:04:58: Nach dem Krieg ist die Familie aus England wieder zurückgekommen und hat wirklich hart kämpfen müssen, dass sie ihre Firma und ihren Grund wieder zurückbekommen.
00:05:07: Und mussten sogar die ganzen Schulden, die von den Russen hier gebaut wurden, mussten sie zurückzahlen bevor sie ... den Besitz zurückbekommen haben.
00:05:19: Daher ist für mich, als ich im Jahr zweizehnzehnte Faust-Kinberg geerbt habe, klar gewesen, dass ich das für die Familie einfach weiter behüten und bewahren muss – und für die nächste Generation eigentlich verbessern
00:05:35: sollte.".
00:05:36: Dieses Bewahren von dem Theresa Ortewhite spricht?
00:05:39: Das ist nicht selbstraktes!
00:05:41: Das ist was, das weitergeht und weiter wächst….
00:05:44: Es war einfach eine Selbstverständlichkeit, dass das was Familienbesitz ist bewahrt wird und behütet wird für die nächsten Generationen.
00:05:56: Ich war als Kind in den Sommerferien, in den Winterferien immer hier meine Tante an meinen Onkel besuchen.
00:06:01: also aufgewachsen bin ich hauptsächlich in Wien aber alle Ferien waren zum Großteil hier in Kienberg.
00:06:06: Ich habe hier in der Gegend Skifahren gelernt, meine Kinder dann später auch.
00:06:11: Im Sommer waren wir immer im Lunzensee schwimmen, meine Kinder dann auch.
00:06:15: Also es sind Traditionen die einfach die nächste Generation übernimmt und für mich war das ein wirklich wichtiger Bestandteil des Erbens hier dass ich das alles weiterführe so wie es immer schon war.
00:06:27: Und wenn Sie jetzt übers Gelände spazieren passiert Ihnen noch, dass Sie's mit Kindern Augen sehen.
00:06:33: also aus der Perspektive der kleinen Theresa?
00:06:36: Ja absolut!
00:06:39: Die Erinnerungen vor allem, also die Spaziergänge mit meiner Tante und meinem Onkel.
00:06:43: Die wirklich jeden einzelnen Vogel und jeden Baum kannten und denen auch enorm wichtig war dass sie das weiter vermitteln, dass ich weiß genau hier dieser Stein ist die Grundgrenze und dieser Baum ist wo einmal dieses Vogelnest war und dort sitzt der Schwahn am Teich und brütet seine Eier aus und das geht einfach über Generationen weiter.
00:07:04: Also für mich ist meine Kindheit enorm hier auch verwurzelt.
00:07:07: ja Heute
00:07:08: lebt Theresa Offright zwischen zwei Welten.
00:07:10: In Österreich ist sie die Chefin von FastKinberg, in England ist sie Treuhänderin im Aufsichtsrat von einem privaten Mädchen-Internat in Brighton – zwei verschiedene Welten aus denen sie was mitbringt!
00:07:20: Ich lebe in England aber pendle so viel dass ich eigentlich genauso viel jetzt auch hier bin, was für mich eine perfekte Kombination ist.
00:07:32: Kenne hier in die Gegend und ich glaube, das wird auch geschätzt.
00:07:36: Vor allem so Elemente wie das Design oder Ideen, wie man eine Liegenschaft zu einem Estate eigentlich führen kann.
00:07:47: Da bin ich sehr beeinflusst durch meine Zeit in
00:07:49: England.".
00:07:51: Und trotzdem gibt es Dinge, die sie immer wieder nach Kimberg zurückziehen?
00:07:54: Weil ja!
00:07:55: So ist das nun mal mit dem Weltenwandern.
00:07:57: Manche Sachen bekommst du halt nur hier...
00:08:01: Der erste Schnee Das fehlt mir schon sehr in England.
00:08:05: Also dass man die Berge, das Skifahren, der Schnee... ...die Sommerfrische sehen und das Weite hier also einfach die Ruhe von Kinberg
00:08:16: Und irgendwann war da so ein Moment von okay wir können das eigentlich alles für Gäste öffnen.
00:08:23: Ich hab den Tourismus eigentlich eingeführt.
00:08:27: Für mich war es enorm wichtig, das was ich hier so schätze und genieße mit anderen auch teilen zu können.
00:08:34: Die Gegend hier war eigentlich unbekannt für Touristen, für Besucher die nicht aus Geschäftsgründen hier waren sondern als Freizeiterlebnis.
00:08:47: Wir haben hier einen wunderschönen Fleck in den Ibstahl der Alpen im Mostviertel, den nicht so viele Leute kennen.
00:08:53: Der nicht zu überlaufen ist wo man herrlich eigentlich alles hat was man braucht Wasser Tiere Wiese.
00:09:02: Es ist wunderschön Du kannst wandern du kannst Rad fahren du kannst schwimmen Man braucht nicht viel mehr.
00:09:10: Fostkirnberg greift genau dieses Lebensgefühl auf!
00:09:13: Der Rest ist Gestaltung und die kommt hier nicht von ungefähr.
00:09:16: Theresa Offweit ist Designerin und Gastgeberin.
00:09:19: Und ehrlich, man merkt sie mir schnell da hat jemand ein Auge!
00:09:23: Und zwar für alles – nicht nur fürs große Ganze sondern auch für winzige Details vom Wasserhahn von der Bacena bis zum Lichtschalter.
00:09:31: Da wird nix dem Zufall überlassen.
00:09:34: Ganz normale Sachen die im täglichen Gebrauch verwendet werden wo sich anscheinend niemand den Gedanken gemacht hat dass man das auch wirklich schön designen kann und nicht nur der Funktion nachgehen muss.
00:09:46: Für sie ist das Ganze ein Spiel der Balance.
00:09:48: Mit Gegensätzen, die sich nicht ausschließen sondern einen Raum erst richtig spannend machen.
00:09:53: oder ganz einfach gesagt je mien san yang.
00:09:56: Dieses Denken zieht sich durch alles was hier entsteht.
00:10:00: Auch beim Umbau war das für ein Gefühl schon wichtig.
00:10:05: Und dann wie wir aber drauf gekommen sind dass da noch ein Original oben war habe ich die Pläne ändern lassen und gesagt das muss man präsentieren dass da eben diese original Durchfahrt für die Pferdekutschen war und dass dieser Tauerbogel noch da war.
00:10:20: Und dann wollten wir auch das alte Mauerwerk noch herzeigen, weil da sind die Steine aus dem Fluss.
00:10:27: Also man hat die Ziegel dazugegeben, weil Ziegel waren teuer... ...und die alten Steiner aus dem fluss sind gratis!
00:10:37: Und so wurde früher gebaut.
00:10:39: Du wolltest eben auch präsentieren und herzeigern.
00:10:42: Zeigen was dahinter steigt, zeigen was drin ist.
00:10:45: Im Forst-Kiemberg lässt man sich von dem inspirieren, was da ist.
00:10:49: Lärchen, Tannen, Buchen, Fichten und Eichen.
00:10:52: Wir sind von Bäumen ausgegangen die wir hier in unserem Mischwald haben Und das hat eigentlich den Namen von den fünf Ferienapartments im den Apartmentsforst inspiriert.
00:11:03: Hier im Haus war der Name einfach nach dem Gebäude.
00:11:07: Das war der Haushammer.
00:11:08: Diese Ehrlichkeit ist mir wichtig.
00:11:11: Am Gelände von Forst Kiemberg gibt es zwei Gebäuden für Urlaubsgäste.
00:11:15: Das eine ist das Apartment Forst mit insgesamt fünf Ferienwohnungen.
00:11:19: Und dann gibt es noch das Apartments Haushammer, in dem zwei Ferienapartments sind jeweils mit Kamin und eigener Sauna.
00:11:25: Hier führen wir auch unser Interview.
00:11:28: Wenn Kinberg eine Person wäre wie würden Sie es beschreiben?
00:11:32: Bodenständig?
00:11:33: Bodenständige ist auch das was Theresa Orth weit unter Erfolg versteht nämlich glücklich sein mit dem was man tut zufrieden mit der eigenen Mitte.
00:11:42: Diese innere Ruhe findet und stärkt sie in der Natur, am Bach und im Wald.
00:11:48: Ich versteh das voll!
00:11:49: Der Wald hilft hier ungemein den Send-Modus zu kommen.
00:11:52: Er ist aber nicht nur Kulisse sondern die Grundlage vom gesamten Konzept.
00:12:09: Wir versuchen so nachhaltig wie möglich zu sein.
00:12:14: Der Wald bleibt, der Mensch kommt und geht aber der Wald wird immer bleiben Und man muss in Hüten und Pflegen.
00:12:20: Es ist eine Frage aus Prinzip auch für mich.
00:12:24: Ich will regional und nachhaltiger
00:12:27: bleiben
00:12:28: wo immer ich es kann.
00:12:30: Das bedeutet im Fall von Forst-Hinberg mit Leuten aus der Umgebung zusammenzuarbeiten.
00:12:35: Renoviert worden ist fast ausschließlich mit lokalen Handwerksbetrieben.
00:12:38: Man kennt sich untereinander und tauscht sich aus.
00:12:41: Es heißt ja nicht umsonst, beim Reden kommen die leidsam.
00:12:44: Nachhaltig umbauen war Theresa Earthright aber nicht genug.
00:12:47: Auch im Punkt der Energie will sie vor allem eins bleiben Unabhängig praktisch ressourcenschonend.
00:12:57: Dadurch dass wir sowieso die Forstwirtschaft haben, war es dann eigentlich für mich ganz deutlich klar Warum produzieren wir Hackgut?
00:13:05: an andere Verkaufen, die ein Biomasse-Heizwerk haben.
00:13:08: Wenn wir eigentlich unser eigenes Biomasserheizwerk bauen könnten und unser eigener Hackgut verwenden können.
00:13:15: Das Ganze ist natürlich auch eine Investition in die Zukunft.
00:13:18: Das amortisiert sich erst nach vierundzwanzig Jahren diese Investitionen aber ich denke eben nicht nur über meine eigenen nächsten zehn Jahre sondern die nächsten fünfzig sechzehundert Jahre.
00:13:31: man muss für die nächste Generation
00:13:33: denken.
00:13:34: Wer dieses langfristige Denken auch teilt, ist der Forstwissenschaftler Hubert Hasenauer.
00:13:39: Er ist Professor an der BOCO und der Leiter vom Institut für Waldbau.
00:13:42: Wir sprechen immer von der Langfristigkeit aber das Beiste in unserem Leben ist ja kurzfristig Und das ganz typische für uns Forstleute ist dass uns völlig klar ist was wir heute machen sozusagen in unseren Berufsleben.
00:13:55: unsere Enkelkinder davon vielleicht dann den Nutzen haben werden.
00:13:58: Das heißt mein Erfolg als Forstmann oder auch Forstwissenschaftler besteht darin, dass ich etwas übernehme das Weiterentwickel im Idealfall verbessere und es dann an die nächste Generation weitergebe.
00:14:14: Das System der Nachhaltigkeit ist übrigens in der Forstwirtschaft erfunden worden.
00:14:17: erzählt mehr Hubert Hasenauer – und zwar von einem gewissen Kahl von Karlowitz, siebzehn-dreizehn.
00:14:23: Schau auch wieder was gelernt!
00:14:24: Und die Idee vom Herrn Karlowitz?
00:14:26: Nur das nutzen, was zu wächst…
00:14:29: Geht es im Wesentlichen darum, dass der Wald Ressourcen zur Verfügung stellt und wir diese gesellschaftlich nutzen wollen.
00:14:37: Und das erfördert ein bestimmtes Konzept damit wir sozusagen nachhaltige Ressoursennutzung garantieren und nachhaltig.
00:14:45: die Waldwirtschaft beschäftigt sich eben damit, dass man Systeme schafft um sicherzugehen, dass die Gesellschaft ihr Nutzen aus dem Wald bekommt aber gleichzeitig der Wald erhalten bleibt?
00:15:02: im Kreislauf denken und Ressourcen sinnvoll nutzen.
00:15:06: Den Wald muss man pflegen, also es kommt natürlich immer wieder zu Schlägerungen.
00:15:10: Man muss ja den Wald bewirtschaften damit Platz geschaffen wird dass die Bäume wieder nachhaltig nachkommen können.
00:15:17: das was nicht für Holz verwertet wird für Möbel oder Dielenbüden Das wird dann zum Biomasseheitswerk als Hackgut verwendet.
00:15:30: Und so haben wir wieder diesen Lebenskreislauf, dieses wichtige Element.
00:15:37: Hubert Hasenauer beschäftigt sich in seiner Arbeit mit Kreisläufen und Konzepten für eine nachhaltige Waldwirtschaft.
00:15:43: Aber wie erkenne ich jetzt als kompletter Waltonakabazi einen nachhaltigen Wald?
00:15:48: Für Hubert hasenauer dreht sich alles um zwei Fragen.
00:15:52: Erstens wachsen die Bäume gesund und zweitens wachsen Baumarten, die so oder so hier wachsen würden auch wenn der Mensch nicht eingegriffen hätte.
00:16:01: Und dann schwingt noch ein wichtiges Thema mit, die Risikobewertung.
00:16:05: Weil Forstwirtschaft ist auch so'n bisschen wie Schachspielen.
00:16:08: Jede Entscheidung heute bestimmt, wie stabil dieser Wald in Zukunft sein wird.
00:16:13: Apropos Zukunft – In Österreich wächst der Wald!
00:16:17: Ja man muss ja mal als erstes sagen Die Waldfläche in Österreich hat zugenommen und nimmt weiter zu.
00:16:24: Wir sind momentan knapp mit fünfzig Prozent bewaldet.
00:16:27: Der Zuwachs pro Jahr Also der Flächenzuwachs sind ungefähr viertausend Hektar pro Jahr.
00:16:32: D.h.,
00:16:32: wir sind wartechnisch sehr gut ausgestattet, im Übrigen Europa ist das einzige Kontinent weltweit wo die Waldfläche zunimmt.
00:16:40: Okay dazu noch ein kleiner Geschichtsexkurs Am Ende vom Mittelalter war der Wald fast komplett abgeholzt Einfach weil Holz zu dieser Zeit die wichtigste Energiequelle war.
00:16:50: Aber dann kamen Kohle Öl und Gas.
00:16:52: Der Wald war plötzlich unattraktiv Und hat endlich verschnaufen können Nur mit einem klitzekleinen Haken dem CO-Zweihausstoß durch die fossilen Energieträger.
00:17:02: Welche Funktion hat der Wald also heute?
00:17:04: Heute ist die Rolle des Waldes einerseits, er ist ein Gestalter des Klimawandels weil der Wald sehr viel CO-zweih aufnimmt über den Fotosynthese.
00:17:12: gleichzeitig sind natürlich auch Betroffene durch die Veränderung der Wachstumsbedingungen.
00:17:17: Wälder sind echte Multitalente.
00:17:19: sie putzen unsere Luft klären unser Wasser halten den Boden fest liefern Holz und Nahrung und stemmen sich gegen die Klimakrise.
00:17:27: Kurz gesagt, ohne Wald läuft gar nix.
00:17:29: Und damit das so weiter bleibt?
00:17:31: Was wir jetzt wild mäßig machen können oder Forstwirtschaft sind ja im Grunde nur zwei Möglichkeiten.
00:17:37: Baumartenwahl – also Baumarten auszusuchen oder Herkünfte auszusuchern und die Druckenstress leichter aushalten.
00:17:44: Oder eine Anpassung der Bewirtschaftung, sodass wir andere Stressfaktoren nach Möglichkeit reduzieren.
00:17:52: Was der Leier oft unterschätzt, Wälder verändern sich über die Zeit.
00:17:56: Hubert Hasenauer bringt es auf den Punkt.
00:17:58: Ein wirklich schöner Wald ist wie Forstleute nicht einfach ein Wald voll mit dicken Bäumen, sondern ein lebendiger Ort in dem junge Bäume nachwachsen alte Bäume stehen und manchmal eben auch einer Umfeld – sukzessionszyklus heißt das in der Fachsprache!
00:18:13: Und genau an dem erkennt man dass ein Wald gesund ist und nachhaltig funktioniert.
00:18:17: Deshalb wird im Forstkeamwerk nicht einfach nur verwaltet, sondern mit Respekt gearbeitet Weil ein gut gepflegter Wald genau das leisten kann, was wir von ihm brauchen.
00:18:26: Das macht Sinn oder?
00:18:28: Der Wald kann wirtschaftlich genutzt werden und gleichzeitig nachhaltig bewirtschaftet werden.
00:18:33: Da sieht Hubert Hasenauer keinen Widerspruch drin!
00:18:35: Wenn sie Bäume wachsen lassen dann werden die ja nicht ewig wachsen.
00:18:40: Das heißt bei uns in Österreich denke ich Fichten da an einem Buchen sagen wir dreihundert bis vierhundert Jahre dann fällt der um weil er sozusagen die physiologische Altersgrenze erreicht hat.
00:18:52: Wir nutzen die Bäume früher und führen sie da mit einem gesellschaftlichen Prozess zu.
00:18:58: Also wir substituieren fossile Materialien oder Energieträger, wir bauen Häuser
00:19:03: usw.,
00:19:04: und gleichzeitig verjüngen wir ja den
00:19:06: Wald.".
00:19:08: Es macht also absolut Sinn einen Baum zu fällen bevor es ihn von selber umhaut – und der Wald hat noch mehr drauf!
00:19:15: Das Forstgesetz spricht von sogenannten Waldfunktionen.
00:19:17: soll heißen Nutzen-und Erholung.
00:19:20: Im Gesetz klingt das alles ein bisschen sperrig, aber im Alltag ist es ganz einfach.
00:19:25: Der Wald ist nicht nur Holzlieferant – er ist auch sowas wie unser natürliches Schutzschild von Lawinen, Steinschlag und all dem Zeug, dass von oben runterkommen kann!
00:19:34: Und runterkommen?
00:19:35: Aber jetzt im Erholsamen Sinn können wir auch, wenn wir in den Wald gehen.
00:19:40: Reingehen.
00:19:40: in den Wild auf übrigens jeder und jede.
00:19:43: Seit neunzehntsechsundsiebzig stehen die österreichischen Wälder allen offen.
00:19:47: Einzige Ausnahme Ausdrücklich festgelegte Bereiche sind tabu.
00:19:52: Das heißt, alles was Jungwald ist, sei zu lieb!
00:19:55: Lass das bitte in Ruhe.
00:19:57: Dann darf der Wald zum Lehrmeister werden.
00:19:59: Man kann ura viel von ihm lernen.
00:20:01: wenn man auf ihn hört erzählt mir Theresa Ottweidt
00:20:04: Lebenszyklus wie wichtig eigentlich jedes Element zusammenspielt und wichtig für sich selbst ist dass das eine hängt immer vom anderen ab.
00:20:17: Und wenn da ein Element fehlt oder die Balance nicht mehr bewahrt wird, dann fängt es an schief zu gehen.
00:20:26: Da ist sie wieder – die Balance im Großen und im Kleinen, der Singen und Yang!
00:20:31: Und was braucht man für die eigene Balance im Innen- und Außen?
00:20:34: Yes, Platz!
00:20:37: Wer im Fast-Klimberg-Urlaub macht bekommt genau das.
00:20:41: Was viel gebucht wird, ist das Familiengruppen alle fünf Partnern zu buchen Ein Familien-Gate-together machen.
00:20:52: Weil hier können sie nun sonstige Leute in dem Haus
00:20:55: wohnen.".
00:20:58: Mit Familien-Get-togethos kennt sich Theresa Offwald übrigens aus, ihr Mann ist einer von zwei und dreißig Cousins und Kosinen.
00:21:04: Ja, true Story!
00:21:06: Zwei und Dreißig.
00:21:08: Die ganze Familie ist mittlerweile stolze hundertdreißig Leute groß und das hat die Offweits in England sogar ein bisschen berühmt gemacht.
00:21:16: Wir waren jetzt auch schon öfters in The Times oder in the Daily Telegraph, Britain's Biggest Family Holiday.
00:21:24: Der Großvater von meinem Mann ist mit hundert drei gestorben und meine Tochter war das letzte Urengerl, dass er noch mitbekommen hat und sie war Nummer seventy-seix.
00:21:36: Wahnsinn!
00:21:39: Wahnsinn... Und
00:21:42: ich glaube es wartet mich auch ein bisschen so.
00:21:43: die Inspiration dann für die Ferienappartments hier.
00:21:46: Das habe ich mir gedacht aber eigentlich auch perfekt für so Familiengeldes.
00:21:52: Es hat zwar jeder seine eigene private Sphäre, aber man ist trotzdem
00:21:56: zusammen.".
00:21:58: Im Forstkimberg soll sich niemand eingegwälzt oder eingepfercht fühlen sondern Platz haben zum Krafttanken und Qualitittime genießen – ob als Familie oder als Mädelsrunde weil selbst wenn sich eh alle super lieb haben, man braucht einfach seinen Space!
00:22:24: Also jetzt noch Schlafzimmer und noch Ferienwohnungen.
00:22:28: Und so viel wie möglich in Eingebäude hineinbringen, weil ich eigentlich wollte dass man sich hier wirklich das was dir hier den Luxus gibt ist eigentlich dass du viel Platz hast.
00:22:41: Dass du nicht eingeengt bist, dass du das Gefühl hast du bist in einem alten Herrenhaus.
00:22:49: Die Chance auf ein Feeling wie im alten Herren Haus hat man nicht jeden Tag oder?
00:22:53: In diesem ganz besonderen Mix aus Wohndesign, Geschichte und Natur entsteht ein Ort an dem sich alles gleichzeitig luxuriös und unbeschwert anfühlt.
00:23:02: Wo deine Lieblingsort hier am Gelände ist will ich zum Abschluss noch von Teresa Aufwald wissen!
00:23:06: Wir haben eine Wiese im Wald oben am Dreikberg.
00:23:10: die heißt Die Himmelswiese Und für mich ist das so ein magischer Ort.
00:23:15: Es hieß auch dass dort immer Pärchen hinaufgewandert sind um sich zu verloben.
00:23:20: Urleb.
00:23:20: Und noch etwas sehr Süßes erzählt mir Theresa, als wir draußen übers Areal spazieren.
00:23:26: Wir kriegen hoffentlich nächste Woche auf unsere eigenen Bienen und die Himmelswiese.
00:23:32: Wir werden unseren eigenen Honig produzieren...
00:23:35: Na gut!
00:23:35: Auch wenn Verloben gerade nicht auf eurem Plan steht.
00:23:37: aber ein Frühstück sammeln mit selbstgemachten Honig?
00:23:40: Mit Ausblick ins Grüne himmlisch.
00:23:43: Darin könnte ich mich echt gewöhnen.
00:23:45: Könnte mir meine Stimmung versauen.
00:23:50: Wenn ich im Sommer da rausgehe und die Böde zieht schon her... Ja, das ist für mich schon ein Perle, wenn ich von dort in diesem sonnigen Plätzchen im Sommer nicht hinhangte und
00:23:59: nichts tun kann.
00:24:14: Ich finde auch urschön was heute!
00:24:16: Ich werde bestimmt dann diese Ruhe denken, die mir der Wald gegeben hat Für den Fall, dass mich in der Stadt wieder mal das Grau schlägt oder ich marschiere dann einfach ins nächstgelegene Gehölz.
00:24:26: Solang es kein Jungwald ist!
00:24:28: Ihr wollt auch eintauschen in ein Meer aus Grün und seid neugierig geworden aufs Forst-Klinberg?
00:24:32: Alle Infos gibt's in den Shownotes Und wir schauen uns jetzt noch ein bisschen weiter in der Gegend um.
00:24:37: Der Räser hat uns nämlich noch ein paar Tipps & Highlights gegeben die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte Selected Secrets Tips aus der Region.
00:24:50: Nicht weit vom Forst Klinberg befindet sich der Lunzersee.
00:24:53: Er ist der einzige Naturbadesee in ganz Niederösterreich und schon allein deswegen ein besonderes Juwel.
00:24:59: Ein echter Tipp für alle, die Wasser weitblickt und ein bisschen Waldromantik auf einmal wollen!
00:25:04: Der Lunzensee ist ein Bergsee und deshalb bleibt so ein smarkgrünes Wasser auch im Sommer super angenehm kühl.
00:25:10: Die perfekte Abkühlung nach einer Radtour am Übstahlradweg oder nach einem Wanderspaziergang am Seerundweg.
00:25:16: Leid euch ein Boot- oder Standup Padl aus und rudert es beim Sehbad vorbei.
00:25:20: Dort gibt es übrigens auch die legendäre Lonzer Seebühne.
00:25:23: Die ist so eine kleine Alleskönnerin mitten in der Natur, tagsüber Sprungbreit, Badeterrasse und Liegefläche – abends dann eine Bühne für Konzerte und Veranstaltungen!
00:25:32: Die felsigen und bewaldeten Ufos sind die allerschönste Kulisse, die man sich vorstellen kann.
00:25:37: Da können andere mit ihren Bühnenvisuells baden gehen.
00:25:40: Die zweite Empfehlung des Retro Strandbad in Lunds, charmant nostalgisch und ideal kombinierbar mit dem Haus der Wildnis.
00:25:47: Das nur ein kurzer Spaziergang vom Seebad entfernt liegt.
00:25:50: Dort gibt es Ausstellungen, Führungen und Einblick in die regionalen Natur.
00:25:54: Und eine dritte Empfehung gibt's auch noch!
00:25:57: Der Erlauftal Radweg führt idyllisch durchs Tal perfekt um Wasser, Natur und Kultur an einem Tag zu verbinden.
00:26:08: Okay das war Urlaubsgeschichten zum Bleiben Heute mit Theresa Off-Wide und dem Ferienapartments Forst Keenberg im Mostviertel.
00:26:16: Ich bin Crystal Clear, und ich freue mich darauf auch in den nächsten Folgen wieder einen der besonderen Selected Stays in Niederösterreich und seine Gastgeberinnen kennen zu lernen!
00:26:26: Wenn euch diese Folge gefallen hat dann abonniert dem Podcast doch – ich freu' mich auch über Feedback oder eine Bewertung in eurer Podcast App Und teilt den Podcast mit allen Menschen, die auch mal einen kleinen Tapeten wechseln und wenn es nur für ein Wochenende ist brauchen.
00:26:40: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten
00:27:04: Mal!
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