#9 Wenn ein Haus ein ganzes Dorf prägt

Shownotes

Kann ein ganzer Ort durch Gastronomie, Gastfreundschaft und gute Ideen wieder lebendig werden?

Christl Clear reist nach Feuersbrunn zum Mörwald Gutshof. Gemeinsam mit Eva und Toni Mörwald geht es um die Balance zwischen Kulinarik, Unternehmertum und Ortskernbelebung. Außerdem spricht sie mit Madeleine Alizadeh (dariadaria) über nachhaltiges Wirtschaften, lebendige Dorfzentren und die Frage, wie Orte langfristig attraktiv bleiben.

In dieser Folge erfahrt ihr:

  • Wie aus leerstehenden Gebäuden ein lebendiger Treffpunkt mit Hotel, Greisslerei und Gastronomie wurde – und warum der ganze Ort davon profitiert.
  • Eva und Toni Mörwald sprechen über Wurzeln, Verantwortung und den Anspruch, Genuss, Arbeit und Dorfleben in Balance zu bringen.
  • Warum Investitionen in Grünflächen, regionale Lieferketten und Nahversorgung ein Zukunftsmodell für kleine Orte sein können.
  • Madeleine Alizadeh (dariadaria) über nachhaltiges Wirtschaften, echte Begegnungsräume und die Frage, wie Tourismus und lokale Gemeinschaft zusammenfinden.

Selected Secrets – Tipps aus der Region:

Interviewpartner:innen:
Eva und Toni Mörwald (Eigentümer) Madeleine Alizadeh (@dariadaria)

Credits

  • Produktionsleitung: Jeanne Drach
  • Konzeption: Jeanne Drach, Anna Muhr, Christiana Naue-Hess, Daniela Mayr, Andrea Leppich
  • Redaktion und Text: Anna Muhr, Christl Clear
  • Gesprochen von: Christl Clear
  • Signation / Musik: Marten Kaffke
  • Postproduktion: Catharina Ballan, Anna Muhr

Dieser Podcast wurde produziert von OH WOW.

Transkript anzeigen

00:00:00: Das geht nach meiner Philosophie, die heißt ja Essenszeit ist Lebenszeit.

00:00:03: Wer keine Zeit zum Essen hat, hat keine Zeit zu leben.

00:00:06: Gastfreundschaft

00:00:07: ist eine Passion.

00:00:08: GastFreundschaft kann man glaube ich nur bis zu einem gewissen Grad erlernen.

00:00:12: Es gibt eine Herzlichkeit,

00:00:14: eine angelernte Herzlichkeit und es gibt eine persönliche Grundpäschen.

00:00:21: Daher ist es auch immer wichtig im Einklang zwischen Familie Mitarbeiter und Gästen hier immer den Kreis und die Balance zu halten und auch immer hier den Fokus dort zu richten, wo es eben gerade gefragt ist.

00:00:35: Essenszeit isst Lebenszeit!

00:00:37: So beginn's gleich mit einer klaren Ansagei und einem Versprechen – Hier gehts um gutes Essen, ums Miteinander und ums Bleiben.

00:00:45: Ich bin Crystal Clear und heute nehme ich euch mit nach Feuersbrunn in der Region Donau.

00:00:50: Genauer gesagt zum Mörwald-Gutshof.

00:00:53: Fünfhundertneunzig Einwohnerinnen aber eine ganze Welt an Geschichten.

00:00:58: Wie sich die Balance von Alt und Neu hier zeigt, merkt man schnell.

00:01:02: Seit einigen Jahren wird der Ortskern neu belebt – es entstehen Angebote für Reisende und gleichzeitig auch für die Menschen, die hier leben!

00:01:09: Die Mehrwalzen, die ihr gerade gehört habt, verstehen ihren Gutshof als festen Teil vom Dorfleben.

00:01:14: Bei Veranstaltungen und dem Austausch geht's häufig um Gemeinsames Genießen.

00:01:18: Und um genau das wird es heute gehen.

00:01:20: Herzlich bodenständig und ziemlich lecker!

00:01:29: Urlaubsgeschichten zum Bleiben.

00:01:36: Ein Podcast von Niederösterreich Tourismus.

00:01:43: In diesem Podcast nehme ich Nieder Österreich genau unter die Lupe!

00:01:46: Die Region hat unglaublich viel zu bieten, beeindruckende Landschaften, idyllische Seen eine reiche Geschichte und engagierte Menschen, die ihre Kultur lebendig halten.

00:01:56: Ich besuche ausgewählte Orte, die zu den Selected Stays in Nieder österreich sehen Besondere Unterkünfte mit viel Scham und Gastgeberinnen bei denen man sich sofort wohlfühlt.

00:02:06: Heute ein Haus das nicht nur Gäste empfängt sondern das Dorf mitdenkt Der Mörwald-Gutshof.

00:02:12: Das ist Urlaubsgeschichten zum Bleiben – schön, dass ihr dabei seid!

00:02:30: Wir starten mit einem Rumsgang.

00:02:39: Was mir gleich auffällt?

00:02:40: Wie gut hier traditionelles und modernes Design zusammenspielen.

00:02:44: Wer den Namen Mörwald hört, der weiß wer hier am Werk ist.

00:02:48: Sternekocht Toni Mörwald und Marketin-Expertin Eva Mör Wald Das Unternehmerpaar baut die Marke Mörwal seit Jahrzehnten gemeinsam auf.

00:02:56: Ein Gebäudeteil ist sofort ein Hingucker wegen der modernen Fensterfront, die die Mörwalls einfach auf den Altbestand gesetzt haben.

00:03:02: Die angedeutete Giebelform nimmt Rücksicht auf den Nachbarbau.

00:03:06: Genau das Prinzip Neues so einfügen dass es zum Alten passt Und dieses Prinzip zieht sich durch die ganze Familiengeschichte der Mörwalds.

00:03:14: Die beginnt nämlich genau hier.

00:03:16: Also, der Ort selber war für mich der Geburtsort.

00:03:19: Hier bin ich geboren und ich glaube, dass jeder Mensch auch eine gewisse Verurzelung braucht um zu wachsen.

00:03:25: Ich glaube diese Verurzeltungen haben wir hier gefunden.

00:03:28: Darum ist der Ort für mich sehr wichtig.

00:03:30: Für Toni Mörwald des Faustbrunnen mehr als nur ein Arbeitsplatz.

00:03:33: Hier ist er aufgewachsen, hier liegen seine Wurzeln.

00:03:35: Je weiter wir ... weggekommen sind und je mehr wir besucht haben, desto mehr haben wir hier unser Feuersporn oder unseren Radius zu schätzen gelernt.

00:03:48: Und kommen immer mit einer ganz tiefen Ehrfurcht nach

00:03:53: Hause.".

00:03:54: Das ist Eva Mörwald.

00:03:55: Sie hat Maschinenbau an der HTL gelernt und ist dann in den Sees gegangen.

00:03:59: Hat sie erst Bäckerei-Maschinen verkauft und ist im Jahr die Gastronomie eingestiegen.

00:04:04: Eva Merwald ist im Mervals-Gutshof verantwortlich für Sales und Marketing, kümmert sich mit ihrem Team um den Verkauf von Veranstaltungen, Banketts im Haus, Caterings und natürlich die Hotelzimmer.

00:04:14: Toni Merwald is der Geschäftsleiter.

00:04:17: Er kümmet sich um die kreativen Dinge im Haus – und in all seinen Küchen!

00:04:20: Denn?

00:04:20: Von Hauptberuf ist er immer noch Koch.

00:04:23: Die Merwalls verstehen sich als Gastgeberinnen, NahversorgerInnen und Drehscheibe des sozialen Austausches im Dorf.

00:04:29: Und Angebot für den Austausch gibt es genug Ob in das sieben Tage geöffneten Kreislerei im Ortszentrum oder beim Pizza-Amt und Pubqris in der Weihanhandlung bis hin zum Vierhabenrestaurant Tony M. Und auch hier gilt weder die Balancemachtsaus.

00:04:43: Beim Frühstück nach dem Morgenspaziergang, wo sich dann alle Pensionisten auf älteren Personen hier einbringen...

00:04:51: Einheimische?

00:04:51: Ja,

00:04:52: natürlich!

00:04:52: Da gibt es eine

00:04:54: Wandergruppe

00:04:55: Immer Dienstag.

00:04:56: Da gibt es einheimische Damenrunden, die aus der Region oder aus dem Ort kommen und dann gibt's halt internationale Gäste, da gibt es nationale Gästchen, da gibts pominente oder wichtige Gästen weil der eine da ist wenn sie am Leben ist.

00:05:08: also das was wir hier geschaffen haben auch finde ich auch einmalig und es geht auch nur vom Konzept her weil wir im unterschiedliche Bereiche zulassen und so gestalten dass sich jeder willkommen fühlt.

00:05:30: Herzt das, wie sie sich verabschieden?

00:05:31: Da merkt man gleich.

00:05:32: Hier wird geschärzt, geschmaßt und kredet – und das verbindet!

00:05:36: Und so eine Damenrunde macht jeden Frühstückstisch zum Highlight.

00:05:40: Der Gutshof ist so ein Treffpunkt wo Einheimische, Regionalgäste und internationale Besucherinnen zusammenkommen.

00:05:46: Ich hab selbst miterlebt

00:05:48: Mit dem Gutshof haben wir es sehr recht.

00:05:51: Soviel Ortsbevölkerung und soviel Bevölkerung aus der Region haben wir bisher in den letzten vierzig Jahren hier ins Stammhaus nie geschafft, was wir jetzt mit dem Gutshof geschaffen haben.

00:06:02: Eine Barrierefreiheit eine gewisse Form von Nahrbarkeit aber auch von Versorgungsgeschichte wo wir die Gemeindebürger ordentlich frischen Gebäck und Brot und Mehl speisen und mit unglaublich attraktiven Angeboten verwöhnen und das wird unglaublich toll angenommen.

00:06:18: uns war auch ein Teil unserer Philosophie, das auch so zu gestalten.

00:06:21: Um dieses Zukunftsprojekt Ortskern wirklich zum Laufen zu

00:06:25: bringen.".

00:06:27: Ortskernsterben – ein trauriges Thema, das immer mehr Orte in Österreich betrifft.

00:06:31: Jobs wandern in die großen Städte, zum Einkaufen geht's ins Einkaufszentrum beim Industriegebiet und die kleinen Geschäfte im Zentrum verschwinden.

00:06:39: Man nennt es gern den Donateffekt!

00:06:41: Versorgung an den Rand wohnen raus aus dem Kern.

00:06:44: Die Gegenmaßnahme heißt Ortskernbelebung Mit feinem Gefühl für das Lokale und mit Projekten, die die Lebensqualität wieder hochziehen.

00:06:51: Was macht also einen Ort lebendig?

00:06:53: Und für wen?

00:06:54: Dazu spricht Madeleine Daria Alisadee – ihr kennt sie wahrscheinlich als Daria Daria!

00:06:59: Und diese dabei nicht nur Expertinnen sondern auch eine liebe Freundin von mir.

00:07:02: Madeleines Aktivistin Influencerin und Unternehmerin beirrt sich alles um gelebte Nachhaltigkeit.

00:07:08: Sie fragt seit Jahren wie konsumieren wir, wie wirtschaften wir ,wie nutzen wir Räume?

00:07:13: Genau die Fragen, die darüber entscheiden ob Ortskerne sterben oder lebendig bleiben.

00:07:18: Ich habe immer das Gefühl ein Betrieb tut einem Ort gut wenn er langfristige Arbeitsplätze schafft und ich weiß im Tourismus ist es nicht immer möglich weil sehr oft ein Saisongeschäft ist.

00:07:28: aber ich finde sie immer schön zu sehen wenn ich in einen Betrieb zurück komme und dann in dieselben Gesichter schauen kann und weiss okay das ist ein Arbeitsplatz an den Menschen gerne zurückkommen können.

00:07:38: Ja, dieses Fern zwischen Touristinnen und Lokals sich durchmischen.

00:07:41: Also ob man in Restaurants sitzt und da sind dann nur TouristInnen oder sind es auch Locals?

00:07:46: Und gibt's da noch Berührungspunkte?

00:07:48: Und dass halt auch man sieht diese Räume die es für Touristinnen gibt, das sind auch für die lokale Gemeinschaft zugänglich nicht nur für die Gäste.

00:07:56: Für

00:07:57: ihre Gäster arbeiten Toni und Eva Mörwald ohne Ruhetag, ohne Betriebs- oder Saisonurlaub.

00:08:02: So ein straffes Programm ist für beide nur zu bewältigen weil es strenge Hierarchien gibt.

00:08:08: Jeden Tag fallen hier Entscheidungen.

00:08:09: Mal alleine, mal gemeinsam!

00:08:11: Strategische Großprojekte werden langfristig geplant Investitionen in den Ortskern zum Beispiel oder neue touristische Angebote.

00:08:18: Die Marke Mörwald hat sich über vier Jahrzehnte weiterentwickelt Zentral dabei dass die Gäste länger bleiben weil sie sich wohlfühlen.

00:08:26: Der Ausbau vom Hotel war dabei eine wichtige Entscheidung aber natürlich auch riskant und teuer Gerade in einem kleinen Ort wie Feuersbrunn.

00:08:34: Immerhin kommen hier auf fünfhundertneunzig EinwohnerInnen zweihundertfünfzig Betten.

00:08:39: Um so was umzusetzen, braucht es ein stabiles Unternehmen das eins auch funktioniert

00:08:44: Wir haben den Vorteil dass wir beide aus Familienunternehmungen kommen und gerade in Familienunternehmen ist die Hierarchie oder die Struktur noch wichtig oder genauso wichtig wie in anderen Und am Ende der Tage muss einer die Entscheidungsgewalt haben.

00:09:01: Also es muss trotzdem auch in einer Familie das letzte Wort an jemand übergeben werden.

00:09:10: Mittlerweile haben wir ja zum Glück den Vorteil, dass wir auch schon mit der nächsten Generation Entscheidungen treffen können und es wird sie wahrscheinlich in den nächsten zehn Jahren ein bisschen verlagern, wer dann die letzte Entscheidung gearbeitet hat.

00:09:26: Dass die Entscheidungen überhaupt so lange innerhalb einer Familie bleiben, war nicht von Anfang an festgelegt aber unverhofft kommt halt oft!

00:09:33: Im Grunde war sie nicht so geplant, weil ich hier in der Stadt von Siebenundachtzig angetreten bin.

00:09:36: Meine Eltern waren Landwirte und Weinbohren.

00:09:39: Die haben dann ein Gastos bekommen und wollten sich gar keines halten.

00:09:42: Das war neunzehneinundsiebtig und ich bin dann sozusagen in die Stadt von siebenunddachtzig eingetreten und habe das Gastos weiter ausgebaut.

00:09:49: Und es war eigentlich so der Meinung, dass ich einfach hier in meiner Küche bin und meine Gäste bewirtschaften und bekochen.

00:09:58: Das geht nach meiner Philosophie, die heißt ja Essenszeit ist Lebenszeit.

00:10:01: Wer keine Zeit zum Essen hat, hat keine Zeit um Leben.

00:10:04: Weil es für mich immer wichtig kochen ist Beziehungsmanagement, die Beziehung zu den Produkten aufzubauen, die man lieber mag und die auch einfach in Höchstextase auf den Tisch zu bringen und dafür möglichst viele Fans zu gewinnen.

00:10:15: Wenn das gelingt dann ist es eigentlich glaube ich am richtigen Weg.

00:10:18: Gelingt das nicht?

00:10:19: Dann muss man sich was anderes überlegen.

00:10:21: Spoiler!

00:10:22: Es ist gelungen Und so wurde ab seinem Eintritt in Skastas seiner Eltern, die im Jahr nineteenundundzehn und achtzig schon intensiv ausgebaut.

00:10:28: Erzählt mir Toni Mörwald.

00:10:30: Bis nineteenhundertdreiundneinzig dann Fürst Metternich zu ihm kam.

00:10:33: Herr Mörwald sie können kochen haben keinen Schloss.

00:10:36: ich habe einen Schloss und kann nicht kochen.

00:10:38: Ja also ihr habt euch nicht verhört.

00:10:40: Toni Möhrwald hat wirklich von Fürst metternich gesprochen.

00:10:43: Also gemeint ist Franz Albrecht Metternicht Shandor Ein Nachkomme aus der Linie von Herzog zum Ratibor.

00:10:49: Adelstitel gibt es in Österreich aber schon lange nicht mehr.

00:10:52: Franz Albrecht Metternich Schandor war bekannt als Kultförderer und Eigentümer von Schloss Grafmilk.

00:10:57: Und damit zurück zu Toni Merwald's Geschichte.

00:11:21: Risiko, aber auch letztendlich Verantwortung zu übertragen mit all den Risken die es das ganze herbeigeführt hat.

00:11:30: Und dann war man mitten drinnen in einem Unternehmertum, was eigentlich so businessmäßig eigentlich nie geplant worden ist.

00:11:38: Mit diesem Einzug in Grafenegge, als wir am ersten April wieder geöffnet haben, da war das eine starke Lernjahre für uns.

00:11:47: und dann ist er hingegangen.

00:11:48: Wenn man einer da gestanden hat und gesagt, ich habe dies.

00:11:50: Ich hab jenes können sie jetzt nicht machen.

00:11:52: Das war dann Golfplatz in Fontana, Kurs unter Trio, all die ganzen Geschichten, die wir alle erledigt

00:11:58: haben.".

00:11:58: Es folgten intensive Jahre des Lernens in Sachen Unternehmertum & Management – und das parallel zum Fulltime-Job als Koch!

00:12:05: Jahre, in denen er viel gefordert war aber auch viel gewachsen ist … Und das alles im engsten Kreis….

00:12:11: ihn und mit der Familie Mit der Familie zusammenzuleben und gleichzeitig zu arbeiten.

00:12:16: Ich stell mir das unglaublich Bereichen vor, aber auch echt herausfordernd.

00:12:21: Weil Nähe und Verantwortung da ganz anders zusammenkommen und Grenzen vielleicht immer wieder neu ausgehandelt werden müssen.

00:12:27: Wichtig sind Klarheit und Struktur – wie es Eva Merbal ja schon gesagt hat!

00:12:31: Und?

00:12:32: Es braucht einen bewussten Umgang miteinander.

00:12:35: Stichwort Führungsstil.

00:12:46: Dieser ganz wesentliches Thema und der Führungstil hat sich sowohl im Küchenmanagement in der Brigade, wesentlich in diesen letzten Jahrzehnten geändert.

00:12:54: Umso wichtiger Bedarf ist es braucht einer zumindest einen Plan, wo geht die Reise hin?

00:13:01: Ohne Planungen geht in der Küche nichts und geht auch sozusagen bei Trieblich.

00:13:04: Man braucht eine gewisse Planung.

00:13:06: Genauso wichtig wie Planung ist aber auch Freiraum!

00:13:09: Die eigentliche Kunst liegt darin beides im Balance zu bringen.

00:13:12: Klare Richtungen geben ohne alles vorzuschreiben.

00:13:15: Dass genau dieses Gleichgewicht entscheidend ist, hat Toni Mörwald schon früh von seinen Eltern mitbekommen.

00:13:30: Und wenn man das erreicht, dann kann man auch dementsprechend sozusagen die Leute hochmotiviert antreifen und die auch demsprechend auch in das Ziel zu bringen.

00:13:51: Und wo Freiraum gegeben wird geht halt auch mal was schief – eh klar!

00:13:55: Dinge laufen nicht immer nach Plan.

00:13:56: Fehler gehören dazu.

00:13:58: Entscheidend ist dann wie man damit

00:13:59: umgeht.

00:14:00: Wie heißt du schon?

00:14:01: Von Unternehmerturm kann man sagen durchschnittlich von zehn Entscheidungen sind meistens vier.

00:14:07: mindestens falsch können auch es oft sechs sein, oft sind's oft acht Und daher ist es unglaublich schwierig hier zu sagen, wichtig ist die Balance zu halten.

00:14:15: Die große Kunst in der Balance zu erhalten und die Marketing ist ja endlich, sagt man auch, fünfzig Prozent der Investitionen sind umsonst.

00:14:22: Man weiß nur nicht welche Fünfzig Prozent?

00:14:23: Ja, und ähnliches im Unternehmertum.

00:14:26: Und daher ist es auch immer wichtig, im Einklang zwischen Familie, Mitarbeiter und Gästen hier immer den Kreis und die Balance zuhalten und auch immer hier dem Fokus dort zu richten wo sie eben gerade gefragt.

00:14:41: Fehler passieren, und zwar ständig und reichlich.

00:14:44: Aber wie oft sprechen wir wirklich offen darüber?

00:14:46: Gerade im Unternehmertum wird Scheitern oft ausgeblendet oder glatt gebügelt.

00:14:50: Dabei könnte genau da seinen Unterschied machen, erzählt Madeleine Alessadé aus ihrem eigenen Alltag als Unternehmerin.

00:14:56: Ich glaube es wird wenig über das Scheitere gesprochen.

00:14:59: ich habe das ja in meiner eigenen Unternehmerinentum sehr viel dass einfach viele Fehler passieren das vieles nicht klappt.

00:15:06: Und ich finde es wichtig, dass man das auch sieht und gerade diesen Diskurs rundum nachhaltig ist Unternehmerinnen-Tum oder altruistischeres Unternehmerinentum.

00:15:18: Ich finde, das würde das Thema auch ein bisschen glaubwürdiger machen und vielleicht für viele den Weg so bis in Ebenen sich drüber zu trauen.

00:15:26: Für die KonsumentInnen sind eigentlich immer dankbar darüber wenn man auch so ein bisschen das Scheitern teilt.

00:15:36: Der Ort, der Toni Mörwald von Kleinauf geprägt hat und den er als Unternehmer jetzt selbst mitprägt.

00:15:42: Früher gab es hier vier Gasthäuser, vier Kaufhäuser zwei Fleischer, zwei Bäckereien dazu Schlosserei im Tischlerei betont auf Frühjahr – denn das hat sich drastisch geändert!

00:15:52: Auch das Postamt die Bankfiliale und das Gemeinderamt sind geschlossen worden.

00:15:56: Die Familie Mörwald hat in zahlreiche Immobilien im Ort investiert sie gekauft und damit den Ortskein reaktiviert wie Sie sagen.

00:16:03: Jetzt gibt es wieder zwei Gasthäuser, eine Kreislerreihe, eine Weinhandlung und mit dem Gutshof auch ein Hotel.

00:16:09: Ich glaube das ist zukunftorientierte Weiterentwicklung wo wir sagen wir haben zum Beispiel wenn ich den Gutshoff jetzt da heran nehme das neue Hotel.

00:16:17: Wir haben hier statt zweitausend Quadratmeter Nutzfläche die wir dort zumindest angekauft haben.

00:16:23: Es ist uns gelungen dass wir hier auf dreitausen Quadratmetern weiter haben Und haben.

00:16:28: die Bodenversiegelung Haben wir sozusagen Zurück entziegelt und konnten wir fünfhundert Quadratmeter mehr Grünfläche schaffen.

00:16:35: Der Mörwald-Gutshof ist kein klassisches Hotelprojekt, sondern ein bewusstes Statement für einen Tourismus der den Ort stärkt.

00:16:42: Das merkt man auch wenn Manthoni und Eva Mörwald von der Wertschöpfung in der Region und von ihrer Beziehung mit den Lieferantinnen und Produzenten entsprechen hört!

00:16:50: Wie gesagt, die Speisekammer rund um die Küche ist so die beste Quelle.

00:16:55: Und wir haben alle Produkte, die zum Greifen nahe sind auch wenn man ein bisschen weitergreifen muss, ist immer das Beste und wir haben eine Grundphilosophie.

00:17:03: Wir kaufen keine Lebensmitteln von Menschen, die wir nicht kennen.

00:17:07: Das ist für uns das Wichtigste.

00:17:08: Wir verkaufen keine anonymen Lebensmittel sondern wir kaufen alle Lebensmittel nur vom Menschen wo wir Beziehungen pflegen.

00:17:15: Das ist ein Garant für uns auch die Qualität, dass es funktioniert.

00:17:18: Weil wenn wir uns gut kennen dann wirst du mir nicht irgendwas liefern was nicht gut

00:17:22: ist.".

00:17:23: Die Familie Merwald hat über Jahrzehnte Beziehungen gepflegt.

00:17:26: sie haben sich ins Gemeindeleben eingebracht und den Austausch im Ort gesucht von der Unterstützung der Vereine bis zur Zusammenarbeit mit der Nachbarschaft.

00:17:34: dieses langfristige Engagement ist die Basis für vieles was hier heute geht und zeigt.

00:17:39: das Projekt ist aus dem Ort herausgewachsen.

00:17:42: bleibt aber die Frage, wie viel Wachsum ist eigentlich gut und nachhaltig.

00:17:47: Für die Geschäftsfrau Madeleine Alisadee Alias Daria-Daria geht es da ganz klar um den Fokus!

00:17:52: Und zwar auf alternative Messwerte, die aber eben nicht finanzielle Natur sind.

00:17:57: Ich glaube es wird einfach alles nur am Umsatz und am Gewinn gemessen und ich glaube wenn man da sein Denken ein bisschen umstellt und darum geht's ja auch bei Nachhaltigkeit nachhaltig bedeutet dass man so lange wie möglich mit bestehenden Ressourcen arbeiten kann und das betrifft ja eben alle ressourcen und nicht nur die monetären

00:18:19: Und dass Erfolg nicht immer ein Geld gemessen wird, bis noch die Möhrwalz.

00:18:23: Erfolg bedeutet wenn man mit seinem täglichen Einsatz sein Leben gut bestreiten kann keine wesentlichen Sorgen hat sowohl wirtschaftliche Sorgen als auch gesundheitliche also wirklich Sorgen die man in den Nacht rein nimmt.

00:18:42: Erfolg bedeutet für mich wenn man im Grunde etwas mehr bekommt das was man sich erwartet hat.

00:18:48: Genug bekommt man hier in Fauesbrunn auf jeden Fall.

00:18:51: Die Gäste fühlen sich wohl und die Einheimischen behalten ihre Lebensqualität.

00:18:57: Ich war auch kurz im Spielraum, und glaubt mir da habe ich das erste Mal seit wirklich langer Zeit Billiard gespielt.

00:19:10: Hier gibt es für alle reichlich Gastfreundschaft und natürlich gutes Essen.

00:19:14: Es gibt wochenlang was zu sehen und zu tun bei uns

00:19:18: Und viel zu essen und zu trinken.

00:19:19: Natürlich

00:19:20: Weil Essenszeit ist Lebenszeit.

00:19:22: Wer keine Zeit zum Essen hat, hat keine Zeit zu leben.

00:19:25: Das ist ein wunderschönes Schlusswort.

00:19:26: Vielen, vielen Dank!

00:19:27: Danke schön!

00:19:30: Wenn ihr den Mehrwald Gutshof auch selber erleben wollt, Infos gibt's in den Shownoten und wir schauen uns jetzt noch ein bisschen weiter in der Gegend um.

00:19:38: Toni und Eva haben mir noch ein paar Tipps gegeben was man in der Region auf keinen Fall verpassen sollte.

00:19:50: Kulinarisch und landschaftlich hat die Gegend hier richtig etwas zu bieten.

00:19:53: Ideal für ein paar lebensreiche Tage.

00:19:58: Gleich in der Nähe treffen wichtige Weihregionen aufeinander.

00:20:01: Treisental, Kremstal, Wachau, Kamptal und Wagram – perfekt zum Radeln!

00:20:08: Wenn ihr sportlich seid.

00:20:09: Wenn ihr gemütlich in die Pedale trittet erlebt ihr hautnah Winzer, Weinberge und richtig schöne Landschaften.

00:20:16: Der zweite Tipp von der Familie Mörwald Grafeneck Ein echtes Kulturzentrum Beeindruckende Architektur Und ein buntes Programm Von Klassik bis Festival.

00:20:26: Im Sommer geht's richtig ab hier.

00:20:28: Der Wolkenturm wird zur Open-Air Bühne mitten in der Natur, also wirklich ideal für einen Ausflug nach dem guten Essen!

00:20:37: Okay

00:20:38: das war Urlaubsgeschichten zum Bleiben heute mit Eva und Toni Mörwald und dem Mörwald Gutshof in Feuersbrunnen.

00:20:45: Ich bin Crystal Clear und ich freue mich darauf in diesem Podcast noch mehr besondere Plätze in Niederösterreich zu entdecken und vorzustellen.

00:20:54: Wenn euch die Folge gefallen hat, ihr wisst, wie das Spiel läuft.

00:20:56: Ein Abo dalassen oder einen Kommentar und natürlich gern teilen!

00:21:01: Erzählt anderen Leuten davon – vielleicht kennt ihr jemanden der oder die dringend einen Tapetenwechsel braucht und einen schönen Ort entdecken möchte?

00:21:09: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.